Technologieentwicklung

OSBOmat

Wir streben zeit- und kosteneffiziente Sanierungslösungen an. Unsere mobilen Reinigungsmodule werden für den jeweiligen Anwendungsfall spezifisch zusammengestellt und angepasst.

OSBO (On-Site-Separation, Biodegradation, Oxidation) vereint die Wirkungsweisen bewährter In- und Ex-situ-Sanierungsverfahren. Das Verfahren wurde zunächst für die On-Site-Wäsche von Böden mit leicht abbaubaren Schadstofffrachten und einem Schluffanteil < 10% entwickelt.

Im Jahre 2008 erwarben wir die Lizenz für das OSBO-Verfahren und entwickelten die Technologie in Absprache mit dem Patentinhaber kontinuierlich weiter.

Die On-Site-Bodenwäsche nach dem OSBO-Verfahren konnte mittlerweile erfolgreich zur Dekontamination von Böden mit extremen Teer- und Mineralölbelastungen angewendet werden (MKW > 100g/kg TS, PAK > 80 g/kg TS). Dies gelang vor allem durch die Optimierung der Feststoff- und Phasentrennung und der biologisch-oxidativen Aufbereitung des Prozesswassers. Böden mit einem Schluffanteil > 10% erfordern wegen der veränderten Sedimentationseigenschaften, Adsorptionseffekte und Schlammbildung einen Mehraufwand durch Zusatzmodule in der Prozesswasseraufbereitung.

Schwach belastete Böden werden mit der OSBO-Technologie im Mietenverfahren biologisch konditioniert.

Zukünftige Entwicklung:

Erste Pilotversuche zum biologischen Abbau der bei den Waschprozessen anfallenden Ölschlämme in einem Suspensionsreaktor zeigen hohe Abbauraten. Eine teuere thermische Entsorgung kann so vermieden werden.

Für die On-Site-Behandlung schwermetallbelasteter Böden ist eine Containerwäsche im sauren Milieu mit anschließender Fällung bzw. Flotation geplant. Böden mit geringeren Schwermetallbelastungen werden zukünftig in Kooperation mit unserem Biotechnologie-Partner Plantbacter International GmbH durch Phytostabilisierung konditioniert.