Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK)

Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) stellen ein Substanzgemisch aus mehreren 100 Einzelverbindungen dar. Als Leitparameter für die PAK - Verbindungen dient Ben-zo[a]pyren (BaP). Sie werden durch Pyrolyseprozesse gewonnen und finden Ihr Einsatzgebiet unter anderem als Insektizide, Stabilisatoren, Kosmetikzusätze und Weichmachern. Aufgrund ihrer geringen Wasserlöslichkeit eignen sie sich zudem auch für sämtliche Abdichtungsarbeiten, wie z.B. Dachpappen, Dichtungsanstriche, Parkettkleber und Tränkmittel.

Des Weiteren findet man PAK auch als Abfallprodukt von Kokereien und ehemaligen Gaswerken (Teeröle). Wegen ihrer Toxizität rufen PAK immer wieder schwere Umweltschäden und schwerwiegende Grundwasserverunreinigungen hervor.

Die Aufnahme der PAK erfolgt durch das Einatmen der kontaminierten Umgebungsluft, ist aber ebenfalls auch über die Haut, durch das Trinkwasser und die Nahrung möglich. Einige der PAK sind als krebserregend (z. B. Lungen-, Haut-, Kehlkopfkrebs sowie Magen- und Darmkrebs) nachgewiesen. 
Arbeiten mit PAK fallen je nach Arbeitsplatzbelastung und Art der Arbeiten in die BGR 128 und müssen besonders gehandhabt werden.

Durch die Einstufung als *gefährlicher Abfall* ist eine Entsorgung von PAK-haltigen Stoffen in jedem Fall über sie Sonderabfallbehörde Berlin Brandenburg (SBB) anzudienen und detailliert über das Elektronische Nachweisverfahren (ENV) nachzuweisen.

Mögliche Abfallschlüssel Nummern (AVV-Nr.) sind:

17 01 06*Gemische oder getrennte Fraktionen von Beton, Ziegeln, Fliesen und Keramik, die gefährliche Stoffe enthalten.
17 03 01*kohleteerhaltige Bitumengemische 
17 03 03*kohleteer und teerhaltige Produkte
17 05 03*Boden und Steine, die gefährliche Stoffe enthalten